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weil wir nur ein leben haben - ich werde mich nie an den tod gewöhnen

die zweite tote. eine frau, anfang fünfzig, lungenkrebs. das war ihr dritter aufenthalt bei uns seit ich auf der onkologie angefangen habe. so viel krankenhaus in so wenig verbleibener lebenszeit. sie hat um ihr leben gekämpft, ihr todeskampf ha sich tagelang hingezogen. und dann in einem ersten nachtdienst war es auf einmal ganz schnell vorbei. sie wurde mir mit beginnender schnappatmung übergeben, als ich reinkam hatte bereits die rasselatmung eingesetzt. ich bin zu ihr gegangen und habe ihr gesagt dass sie loslassen soll. und das hat sie dann auch getan, zwei stunden später war sie tot. sie hat nich gelitten, sie ist ganz friedlich gestorben.

ich dachte nicht dass es so schlimm für mich sei würde. wenn ich eine weile keine toten gesehen habe ist es für mich immer wieder schockierend. sie sind so starr.. ein bekannter von mir hat mal gesagt dass er nie im leben einen lebenden von einm toten unterscheiden könnte.. das liegt aber nur daran weil er noch nie einen toten gesehen hat. diese absolute starre, die gelbe haut..

ich konnte das, was nun folgen sollte nicht allein. ich bin auf die nachbarstation und habe die schwester die da dienst hatte geholt. wir haben ihr ihren schmuck abgenommen, das zimmer ausgeräumt und ihr den berühmten zettel an den fuß gemacht. gab es in meinem alten krankenhaus nicht. der arzt hat die todesbescheinigung ausgestellt und später hat der transporter sie abgeholt.

meine gedanken sind bei ihrer familie.

10.11.13 18:42

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